Kunst auf dem Campus

«St.Gallen» von Gerhard Richter.

«St.Gallen» von Gerhard Richter.

ST.GALLEN. An den Wänden hängend, in den Boden eingelassen, über der Treppe schwebend oder vor dem Hauptgebäude aufgetürmt. Alle wissen, dass sie da sind, doch niemand nimmt sie bewusst wahr: die Kunstwerke auf dem Campus der HSG. Obwohl sie von namhaften Künstlern stammen, werden sie als Inventar betrachtet. Es wird Zeit, sie ins richtige Blickfeld zu rücken. Ein Paradebeispiel fürs «Übersehenwerden» bildet trotz seiner Grösse das zweiteilige Ölgemälde neben dem Audimax. Gemalt wurde dieses 1989 von Gerhard Richter, der seit 2010 im Kunstkompass an oberster Stelle steht und somit einer der renommiertesten und meistverdienenden Künstler unserer Zeit ist. Das Werk, welches ursprünglich «Illusionen» hiess und später vom Künstler selbst nach «St.Gallen» umbenannt wurde, ist typisch für ihn und seine Arbeitsweise. Mehrere Farbschichten erzeugen einen abstrakten, verschwommenen Eindruck. Bei genauerer Betrachtung verliert man sich jedoch schnell im grossflächigen Farbfeld. Ermöglicht wird dieses «Eintauchen» durch das bewusste Weglassen eines Schutzglases. Unter einer Glasscheibe verborgen ist allerdings diese eine Fliege, die schon für viel Gesprächsstoff gesorgt hat. Klein, alltäglich und unscheinbar liegt sie wie in einem Mausoleum begraben unter dem Boden. Im Vergleich zum Werk von Richter wirkt sie geradezu absurd. Noch mehr Kunst Wer mehr über die Werke und Künstler wissen will, dem wird ein Besuch auf der Website der Uni empfohlen. Dort finden sich auf der Startseite Interviews mit diversen Künstlern, die am Campus ausgestellt haben. So etwa Roman Signer, Yan Pei-Ming oder Felice Varini. Zudem werden demnächst die einzelnen Werke mit QR-Codes versehen. Somit haben alle die Möglichkeit, schnell und einfach zu Informationen über die Kunstwerke und ihre Künstler zu kommen. Diejenigen, die gerne Kunst sehen, aber den Weg ins Museum scheuen oder einfach Lust auf Neues haben, können sich freuen: Der Verein Pro Arte organisiert in Kooperation mit dem Kunstverein St.Gallen die «Intervention» und lädt dazu vier junge Künstler und Künstlergruppen auf den Campus ein. Ausgestellt sind die Werke vom 3. bis 7. Oktober. (Lea Schüpfer)

Woher das Geld kommt

Wie findet man Studentenjobs? Was machen andere Studenten? Wie kann das Career & Corporate Services Center der HSG dabei helfen? Und welche Tips hat der Leiter Markus Kühne? Antworten auf ein paar brennende Fragen.

Im Career Services Center finden Studenten sowohl persönliche Beratung als auch vielfältige Unterlagen zur Arbeitswelt.

Im Career Services Center finden Studenten sowohl persönliche Beratung als auch vielfältige Unterlagen zur Arbeitswelt.

ST.GALLEN. Das Leben als Student kostet einiges, doch wie finanziert man den Unialltag neben der Unterstützung der Eltern? Viele Studenten machen Ferienjobs, einige haben auch während des Studiums einen Nebenjob, und einzelne bekommen zusätzlich Stipendien. Dies ergab eine kleine Umfrage unter Studenten. Beliebte Jobs sind Anstellungen im Detailhandel z.B. im Manor, Lidl oder in Kleiderläden, in Bars, Kinos aber auch im Cateringbereich. Es gibt auch aussergewöhnlichere Jobs wie Mitarbeit in einem Start-up oder im Altersheim. Karriere und Bewerbung Markus Kühne leitet das Career & Corporate Services Center (CSC) der Universität St.Gallen und erklärt: ‹‹Das CSC hat zwei Aufgaben. Zum einen unterstützen wir die Studierenden in allen Fragen rund um das Thema Karriere und Berufseinstieg. Zum anderen organisieren wir verschiedene Rekrutierungsveranstaltungen, wo Studierende Kontakt zu Unternehmen knüpfen und Praktika und Einstiegsstellen finden können.›› Zudem betreibt das Career & Corporate Services Center die Karriereplattform hsgcareer.ch, auf der zahlreiche Stellen ausgeschrieben und neben Praktika und Einstiegsstellen auch Nebenjobs zu finden sind. Links für Studentenjobs Für die Jobsuche gibt Markus Kühne den Studienanfängern den Tip, sich Zeit zu lassen. Zuerst müsse man im Studium ankommen. Im Frühjahrssemester könne man anfangen, sich dem Thema anzunähern. Es sei aber verfrüht zu denken, dass man schon in der dritten Woche den perfekten CV benötigt und ins Interviewtraining gehen sollte. Wer sich trotzdem schon einen Nebenverdienst sichern möchte, findet z.B. Hilfe in der Facebookgruppe ‹‹Sharing is Caring University of St.Gallen (HSG)››. Dort werden immer wieder interessante Praktika und Jobs ausgeschrieben. Auch bei den Messen an der Universität können häufig Praktikumsplätze ergattert werden. Bei www.jacando.com sind viele Stellenangebote von Privatpersonen sowie einmalig stattfindende Arbeitseinsätze zu finden. Diese variieren von Putzjobs über Umzugshilfe bis zu Babysitten. Im Gegensatz zu den anderen aufgeführten Internetseiten muss man sich bei www.staff-finder.jobs gleich zu Beginn registrieren. Daraufhin erhält man vielfältige Angebote für Temporärstellen in der Umgebung. (Eliane Troxler)

Aller Anfang ist schwer

hsgmittwoch-spalte-linksIch muss einschlafen, ich muss einschlafen – wie ein Mantra murmle ich diesen Satz laut vor mich hin. An Schlaf ist jedoch nicht zu denken, denn in meinem Kopf schwirren die Gedanken nur so umher. Vor lauter Gerüchten über diesen sagenumwobenen Betonkomplex, der als Unicampus hoch über St.Gallen thront, will mein Gehirn nicht herunterfahren. Auch die fehlenden Kleinigkeiten für die noch spärlich eingerichtete WG dürfen nicht vergessen werden. Da schrillt der Wecker erbarmungslos, ohne dass ich auch nur einen flüchtigen Blick aufs Schlummerland erhaschen konnte. Ab in die Dusche, schnell was hinunterschlingen, Kaffee gegen die Müdigkeit, und bereits am ersten Tag muss ich einen Sprint zum Bus einlegen. Schwer atmend ergattere ich einen Fensterplatz. Jeder Person im Bus versuche ich vom Gesicht abzulesen, ob wir das gleiche Ziel haben und vielleicht schon bald im Vorlesungssaal Sitznachbarn sind. Da, meine Station! Mit vielen ähnlich verunsichert dreinblickenden jungen Leuten steige ich aus und bewundere die Universität, die sich im Morgenlicht von ihrer Schokoladenseite präsentiert. Also los, Schultern gerade, Zahnpastalächeln aufsetzen und scheinbar zielstrebig einen Fuss vor den anderen setzen. Was auch immer mich hier erwartet, ich bin nicht alleine.

Anja Mesmer

Schminken, Schmatzen, Schmusen

Das Benehmen eines Studenten wird im Hörsaal stets von seinem Umfeld wahrgenommen. Dabei vergisst der eine oder andere schon mal seine Manieren und stösst dabei auf unzufriedene Kommilitonen.

Schöne Nägel helfen bei den wenigsten Examen.

Schöne Nägel helfen bei den wenigsten Examen.

ST.GALLEN. Als Neuling an der Uni kann es zu Beginn schon frappierend sein, wie viel Selbständigkeit von einem gefordert wird. Auch bei einer Vorlesung liegt es an einem selbst, wie man sich präsentiert und somit einen bestimmten Eindruck hinterlässt. Die Zeiten des Mahnens der Gymnasiallehrerin, sobald man etwas zu naschen im Unterricht herausholt oder sich anderweitig unhöflich benimmt, sind nun endgültig vorbei.

Das Umfeld leidet

Wenn man wie Professor Dirk Schäfer bereits seit mehreren Jahren an der Universität St.Gallen doziert und als Student auf diesem Campus promovierte, dann hat man schon manche Absurdität in einem Hörsaal zu Gesicht bekommen. «Nie werde ich vergessen, wie ein Student ein Gedicht vorgetragen hat und sich dabei zugleich auszog.» Während Vorkommnisse wie dieses eine unvergessliche Rarität bleiben, stören vermehrt banale Dinge. Zuspätkommen, tuscheln, das schrille Klingeln eines Mobiltelefons oder gar genussvolles Schmatzen beim Verschlingen eines Döners oder der Freundin. Ein Grauen für die engagierten Studenten, die sich nun nicht mehr auf die Vorlesung konzentrieren können. «Die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen ist auch deine persönliche, freiwillige Entscheidung», meint der Dozent. Es liegt nun an einem selbst, ob man dafür bereit ist, in dieser Zeit sämtliche Ablenkungen beiseite zu legen und sich voll in die Sache zu stürzen. «Sich angemessen zu verhalten und somit auf sein Umfeld zu achten, gehört schier zum gesunden Menschenverstand», betont Schäfer.

Studieren statt frisieren

Bereits das äussere Erscheinungsbild jedes Studenten gibt viel über seine Einstellung zur Universität preis. Eine gesunde Körperpflege sollte für jeden selbstverständlich sein. Doch Achtung! Wenn mal die Zeit zum Schminken, Haarebürsten oder Nägelschneiden zu Hause nicht mehr ausreicht, dann sollten Aktivitäten dieser Art nicht im Hörsaal ausgeübt werden. Weitere Tabus sind ebenfalls ungeniessbare Gerüche wie der Schweiss nach dem Sport oder verbliebene Alkoholausdünstungen von der letzten Party. Während der Dozent davon keine Notiz nimmt, bleibt den Studenten nichts anderes übrig, als dem Ekel ausgesetzt zu sein. Bestimmt freut sich auch niemand darüber, wenn man im kränkelnden Zustand einer Vorlesung beiwohnt. Nicht nur das Husten, Rotzen und hoffnungslose Röcheln stört. Auch die Gefahr des Ansteckens, besonders in der Prüfungszeit, sollte wenn möglich vermieden werden. Dann lieber erstmal zu Hause bleiben und mit «Netflix & Chill» auskurieren.

Eine Sache der Einstellung

Korrektes Benehmen im Hörsaal zeugt von Reife, sich als Teil der akademischen Gemeinschaft zu qualifizieren. Dazu gehört Respekt gegenüber dem Dozenten und noch viel bedeutender: deinem studentischen Umfeld. Es verlangt die Fähigkeit, zuzuhören und sich mit einbringen zu können. Der gute Rat von Prof. Dr. Schäfer an die Neueintretenden: «Wer sich in der Vorlesung aktiv mit den Inhalten auseinandersetzt und sich an Diskussionen beteiligt, der kann sich die Wissensbausteine am besten merken und der wird auch bei der Prüfung daraus Vorteile ziehen können.» Mit diesen klugen Worten im Hinterkopf wird die Beherrschung der Hörsaal-Etikette zum Kinderspiel. (Isabel Hoffet)

«Festen oder Fasten!»

Vito Roberto ist Professor für Privat-, Handels- und Wirtschaftsrecht. Im Interview reden wir über Roboter im Jurastudium,
Online-Unterricht an der HSG und seine neuen Skripts.

Prof. Vito Roberto Professor an der Universität St.Gallen.

Prof. Vito Roberto
Professor an der Universität St.Gallen.

Herr Roberto, in der Startveranstaltung sagte man uns, dass in der Zukunft ein grosser Teil unserer Arbeitsplätze durch Roboter bedroht wird. Denken Sie, dass diese irgendwann auch Ihren Rechtsunterricht übernehmen?

Vito Roberto: Den Unterricht werden sie vermutlich nicht übernehmen, aber dafür einen unterstützenden Beitrag leisten. Denn jahrtausendealte Rechtsprinzipien müssen nicht in jeder Vorlesung wiederholt werden; sie können auch digital festgehalten werden. Dass es auch möglich sein wird, mit Robotern in Diskussion zu treten und Übungsfälle zu lösen, bezweifle ich aber.

Sie bieten einen Teil Ihrer Vorlesungen auch als Video an. Was sind die Vorteile von Onlineunterricht?

Roberto: Man kann sich die Zeit selber einteilen, man kann den Stoff von überall aus bearbeiten und sich alles noch einmal an- schauen. Den Stoff muss man jedoch auch tatsächlich in Angriff nehmen. Hier ist viel Eigeninitiative gefragt!

Muss man dann noch Ihre Vorlesungen besuchen?

Roberto: Nein, muss man nicht, aber nur, wenn die Skripte und weitere Unterlagen selbständig aufbereitet werden und der Stoff gelernt wird. Eine weniger erfolgsversprechende Strategie ist es jedoch, sowohl die Vorlesungen als auch die Skripte und weiteren Unterlagen zu ignorieren.

Sie haben Ihre eigenen Lernunter- lagen herausgebracht, die explizit das Angebot von Uniseminar ersetzen sollen. Was hat Sie daran gestört?

Roberto: Bei einem Teil der Lernkarten stimmt der Inhalt nicht ganz, beim anderen wird stures, unnötiges Auswendiglernen gefördert und beim dritten haben sie lediglich meine Inhalte kopiert, was eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Ich finde es nicht korrekt, für einen solch geringen Mehrwert derartig viel Geld von den Studenten zu fordern. Daher sind in diesem Lernpaket nun auch Karten und alte Prüfungen enthalten.

Gibt es auch positive Aspekte an Uniseminar?

Roberto: Früher wurden alte Prüfungen gebunkert und weggeschlossen, was ich nicht richtig finde. Manche erhielten dadurch einen Insiderbonus. Der Gründer von Uniseminar wollte die Prüfungen den Studenten zugänglich machen. Zudem zwingt es selbstzufriedene Dozenten, mich inbegriffen, über Verbesserungspotenzial nachzudenken! So ein Potenzial habe ich nun mit meinen Lernunterlagen genutzt.

Welche Rechtsthematik gefällt Ihnen persönlich am besten?

Roberto: Ich finde komplexe Rechtsfälle, welchen man argumentativ und in mehreren Schritten auf den Grund gehen muss, interessant. Ob man auf der Strasse 60 oder 80 fahren darf, ist nicht wirklich intellektuell herausfordernd. Ob hingegen Blatter und Platini mündlich eine Vereinbarung machen dürfen, obwohl schriftlich etwas anderes festgehalten wurde; das ist dann doch weitaus spannender.

Welchen Rat können Sie den Assessmentstudenten mit auf den Weg geben?

Roberto: Festen oder Fasten! Wer diese Woche und im Sommer den Abend zu Hause verbracht hat, hat meiner Meinung nach etwas falsch gemacht. Im Sommer sollte man Party machen! Ab nächster Woche hingegen das Gegenteil. Es lohnt sich, die nächsten Monate intensiver zu arbeiten, um sich das geforderte Wissen anzueignen; vor allem im ersten Semester, wo die Durchfallquote höher ist. Viele unterschätzen den Stoffumfang und die dafür vorgegebene Zeit. Der Januar ist schlicht zu kurz, um dann alles zu lernen. Das Aufschieben hat vielleicht in der Schule gut geklappt, hier funktioniert das nicht mehr. Dieser Regel war ich übrigens auch in Meinem eigenen Studium treu: Die Balance zwischen Festen und Fasten habe ich auch selbst eingehalten.

(Interview Marios Vettas)

Zwischen Yeti-Jagd, Einführungen und Ausgang

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Ungefähr 1600 Studentinnen und Studenten bearbeiten die Fallstudie zum Thema Vorsorgerisiken.

ST.GALLEN. Ja, für ein Interview sei er immer zu haben, sagt der frischgebackene Student. «Besser, als diese Broschüre zu lesen», fügt sein Kollege lachend hinzu. «Nein, nein, aber Abwechslung muss sein. Das Thema ist eben schon spannend.» Er ist damit nicht alleine. Ungefähr 1600 Studierende widmen ihre erste Woche an der HSG den Risiken der Schweizer Altersvorsorge. Das Ziel: eine Kampagne zur Sensibilisierung der Jugend bezüglich der Vorsorgerisiken kreieren. Man liest, diskutiert, schreibt und taucht ein in das Leben an der Universität. Erstaunlich wenige sind gezeichnet vom wilden Nachtleben, so wirkt es zumindest, setzt man sich in eine der Gruppen. Sie arbeiten hochkonzentriert, sind interessiert und meinen, dass Altersvorsorge in der Tat ein wichtiges Thema sei. Sie würden ja auch einmal davon betroffen sein. Die Studierenden fühlen sich offensichtlich wohl in den Gruppen. Als würden sie schon lange miteinander arbeiten, reissen einige Witze, gehen aber auch auf die Meinungen anderer ein und respektieren diese. Die Fallstudie führe einen dabei sehr strukturiert durch das Thema, sagen die befragten Studentinnen und Studenten. «Welche Bücher ich brauche, wann ich wo sein muss und auch ein wenig die Prüfungen beschäftigen mich momentan», so ein weiterer Student. Generell wollen die meisten Befragten viele neue Kontakte knüpfen und den Campus kennenlernen während ihrer ersten Woche an der HSG. Die Yeti-Jagd (Preis für die Gewinner der Startwoche) rückt dabei vermehrt in den Hintergrund. «Unser Ziel ist es nicht, zu gewinnen. Wir wollen einfach eine gute Arbeit möglichst effizient produzieren und natürlich einander kennenlernen. Eigentlich steht das Soziale im Vordergrund», meint einer der Neulinge. Yeti in Laax hin oder her, die Startwoche ist sicherlich optimal, um an der Uni anzukommen. (Tim Haltiner)

Beitrag Nummer 2 des Doku-Team TV

TVO Beitrag Tag 1 der Startwoche

A brief summary of today’s articles

Since there is an English track, we try to include English-written articles during the entire week and also summarize some German articles.

Gym is everywhere

During his studies, Louis Nicholls and fellow student and friend Silvan Krähenbühl came the idea for a start-up that would allow people to use their gym subscription wherever they go. So together, they founded Gymhopper. Today, the start-up has already 19 people employed and the Europe-wide launch is in the making.

The new President

Starting this year, Mario Imsand will be the new president of the student union. The president represents the students of the university, leads the board of directors and coordinates its members, the individual departments and projects. His word of advice for our new students: Become involved in student life, don’t get frightend by the assessment year too much (it’s doable), and take every advise with a grain of salt.

Meeting Points

The [ad]hoc and the Meeting Point are the two student bars. The [ad]hoc provides you with delicious coffees while at the Meeting Point the beer is more important. If you often visit the two bars, think about buying the Gastro Pass, where you get one Franken discount on drinks and food.

Im Hörsaal gegründet: Gymhopper

Louis Nicholls gründete 2015 – mitten im Studium – mit seinem Kommilitonen Silvan Krähenbühl das Start-up Gymhopper.
Heute zählt das Jungunternehmen, das Fitnessstudios miteinander verbindet, bereits 19 Mitarbeiter und expandiert europaweit.

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Viele Studenten finden schon das Studium zeitintensiv. Ihr habt nebenher noch ein eigenes Unter- nehmen gegründet. Wie geht das?

Louis Nicholls: Glücklicherweise lässt die HSG ihren Studenten viel Freiheit in der Gestaltung des Lernalltags. Es herrscht keine Anwesenheitspflicht, und die meisten Kurse lassen sich mit der richtigen Vorbereitung auch gut ohne Kursbesuch meistern. Gerade für Gründer ist eine Universität auch ein echter Glücksfall. Du hast Zugang zu immensen Ressourcen, sei es in Form von begeisterungsfähigen Studenten, bekannten Experten und vor allem potenziellen Kunden. Wenn du als Student jemanden anrufst, dann reden die Leute mit dir. Gerade im Customer Development ist das ein echter Vorteil.

Was genau macht Gymhopper?

Louis: Wir verbinden eigenständige Fitnessstudios miteinander und entwickeln so das grösste Fitness-Netzwerk der Schweiz – und hoffentlich bald Europas. Für die Kunden ist der Mehrwert offensichtlich: Der Kunde ist nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden; er kann dort trainieren, wo er gerade möchte.

Wie kamen Silvan und du dazu, zusammen ein Start-up zu grün- den?

Louis: Wir haben damals zusammen mit anderen HSG-Studierenden den Young Entrepreneurs Club an der HSG gegründet. Ausserdem kannten wir uns vom Uni-Fitness. Man lernt an der Uni recht schnell, mit wem man gern zusammenarbeitet, und zwischen uns hat es einfach gepasst. Gymhopper haben wir gegründet, weil wir selbst das Problem am eigenen Leib erlebt hatten: Mit einem herkömmlichen Fitness-Abo bist du an einen Ort gebunden. Unterwegs trainieren? Schwierig. Um das Problem zu lösen, haben wir an- gefangen, über Produkte und Geschäftsmodelle nachzudenken. Das Anfangskonzept haben wir dann kontinuierlich weiter- entwickelt; es ging fast zwölf Monate, bis wir am heutigen Geschäftsmodell angelangt sind.

Wie hat dich die HSG auf deinen Alltag als Jungunternehmer vorbereitet?

Louis: Der praktische Ansatz war definitiv ein grosser Vorteil. Die Erfahrungen in Gruppenprojekten oder die eigenverantwortliche Gestaltung der Lehre bereiten auf das reale Geschäftsleben vor. Ausserdem ist der Unterricht sehr nah an der Praxis und die Experten vermitteln gut, wie die Welt ausserhalb des akademischen Elfenbeinturms aussieht.

Gab es etwas, was du bei der Gründung an der Universität vermisst hast?

Louis: Es ist halt eine Business-Uni, aber oft hätte ich mir gewünscht, Leute mit anderen Studienschwerpunkt am Campus zu haben, zum Beispiel Techniker, Chemiker oder Informatiker.

Deine Empfehlung an unsere neuen Assessment-Studenten?

Louis: Folgt euren Interessen! Gerade beim Thema «Bidding» heisst das: Belegt Kurse, die ihr thematisch spannend findet, und entscheidet nicht nur aufgrund des zu erwarteten Arbeitsaufwandes und der Notengebung. Langfristig hat man da mehr davon.

(Interview: Dominik Mayer)

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